Methodenausbildung und Berufsaspirationen Studierender im Diplom-Studiengang Erziehungswissenschaft

Brockmann Jens, Bos Wilfried, Gruehn Sabine

Forschungsartikel (Zeitschrift)

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse von Verbleibsstudien wird thematisiert, inwieweit Studierende der Diplom-Pädagogik ihr Studium berufsorientiert betreiben. Es wird angenommen, dass die berufliche Orientierung mit steigender Fachsemesterzahl zunimmt, ferner, dass eine intensive Methodenausbildung die Berufsorientierung verstärken kann. Mittels Latent Class Analysis wurden die Befragten typologisiert nach a) dem Bereich des angestrebten Berufs sowie b) der Einschätzung der beruflichen Qualifizierung durch andere Studiengänge im Vergleich zum eigenen Studiengang. Nach diesen hinsichtlich Berufsaspirationen, Einstellung zum Studium und Wahrnehmung von Lehrenden qualitativ stark differierenden Gruppen wurden weitere Analysen vorgenommen. Die Berufsaspirationen der Studierenden decken sich mit den aus den Verbleibsstudien identifizierten potentiellen Tatigkeitsbereichen. Allerdings zeigt sich, dass eine höhere Fachsemesterzahl bzw. ein bereits erworbenes Vordiplom nicht mit einer zunehmenden beruflichen Orientierung korrespondiert. Diese wird eher durch Personmerkmale wie hohe selbst eingeschätzte Fähigkeiten im Methodenbereich sowie eine positive Einstellung gegenüber dem eigenen Studiengang und den Lehrenden gefördert. Demnach kann eine intensive Methodenausbildung weit mehr bedeuten als der Erwerb funktionalen Wissens. (DIPF/Orig.)

Details zur Publikation

Veröffentlichungsjahr: 1999
Sprache, in der die Publikation verfasst istDeutsch