Bereits seit Mitte der 1990er Jahre werden seitens der Hans-Böckler-Stiftung Promotionskollegs eingerichtet und gefördert. Hintergrund sind die wiederholt bemängelten strukturellen Defizite und Problemlagen der Promotionsphase und die damit einhergehende Forderung nach einer Reform der Doktorandenausbildung. Eine systematische Evaluation der strukturellen Rahmenbedingungen und der Prozessqualität dieser Promotionskollegs wurde bislang jedoch noch nicht durchgeführt, so dass mit dieser Untersuchung erstmals empirisch begründete Vorschläge für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Kollegförderung der Hans-Böckler-Stiftung herausgearbeitet werden sollen.Die Evaluationsstudie stützt sich methodisch auf eine quantitative und eine qualitative Teilstudie. Während in der quantitativen Teilstudie eher die äußeren Kontextbedingungen, die soziodemographischen Hintergrundinformationen zu den beteiligten Promovierenden und Dozenten sowie die Wirkungs- und Outputaspekte der Kollegs untersucht werden, richtet die qualitative Teilstudie den Blick auf die Mikroprozesse und die alltäglichen Arbeitszusammenhänge in den einzelnen Kollegs. Diese qualitative Teilstudie wird am Lehrstuhl von Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) geplant und durchgeführt. Die quantitative Teilstudie ist aus verschiedenen Elementen kompiliert. Im Mittelpunkt der quantitativen Analyse steht ein mehrdimensionales Rasch-Modell, welches es erlaubt, Hypothesen zu formulieren, die ihrerseits die Chance eröffnen, innerhalb eines hochkomplexen Modells eine fokussierte Analyse vorzunehmen. Die Befragung der Stipendiaten, der Kollegdozenten sowie der Kollegsprecher erfolgt postalisch, hierzu werden insgesamt drei jeweils spezifisch modifizierte Fragebögen entwickelt.
| Böttcher, Wolfgang | Arbeitsbereich Sozialpädagogik |
| Böttcher, Wolfgang | Arbeitsbereich Sozialpädagogik |